Was ist der Verbraucherpreisindex?
Der Verbraucherpreisindex (VPI) misst die Inflation in Deutschland. Er erfasst die Preisentwicklung aller Konsumgüter und Dienstleistungen privater Haushalte. Das Statistische Bundesamt berechnet den Index jeden Monat. Er zeigt anschaulich, wie sich das allgemeine Preisniveau im Zeitverlauf verändert.
Zur Berechnung des VPI nutzt das Statistisches Bundesamt das Modell eines Warenkorbs. Dieser beinhaltet rund 650 Güterarten (vom Brot über den Stromtarif und die Kaltmiete bis hin zum Smartphone), die das durchschnittliche Kaufverhalten der Bevölkerung abbilden.
Dabei fließen nicht alle Produkte gleich stark in den Index ein. Güter, für die Haushalte mehr Geld ausgeben (wie Wohnungsmieten oder Nahrungsmittel), haben ein höheres Gewicht als Produkte mit geringem Ausgabenanteil (wie Kinokarten oder Postdienstleistungen).
Warum ist der Verbraucherpreisindex für die Immobilienbewertung relevant?
Der Verbraucherpreisindex (VPI) ist für die Immobilienbewertung ein zentrales Instrument zur Indexierung und Dynamisierung von Kosten-, Wert- und Ertragsansätzen. Da Immobilienwerte stark von zukünftigen Zahlungsströmen und historischen Kostenmodellen abhängen, dient der Verbraucherpreisindex Sachverständigen als objektiver Maßstab für die Inflation und Kaufkraftentwicklung.
Der Verbraucherpreisindex spielt dabei beispielsweise eine Rolle bei der Fortschreibung von Bewirtschaftungskosten und bei Wertsicherungsklauseln in Mieterträgen.