Was ist der Wertermittlungsstichtag?
Der Wertermittlungsstichtag ist der genaue Zeitpunkt, auf den sich die Ermittlung des Verkehrswertes (Marktwertes) einer Immobilie bezieht. Er legt fest, welche allgemeinen Wertverhältnisse auf dem Grundstücksmarkt für die Immobilienbewertung maßgeblich sind. Alle wirtschaftlichen Entwicklungen oder Ereignisse auf dem Immobilienmarkt, die nach dem Wertermittlungsstichtag eintreten, dürfen im Immobiliengutachten nicht mehr berücksichtigt werden.
Was ist der Qualitätsstichtag?
Der Qualitätsstichtag ist der genaue Zeitpunkt, auf den sich der maßgebliche Zustand (die Qualität) einer Immobilie bezieht. Er legt fest, welche Eigenschaften und rechtlichen Verhältnisse der Immobilie für die Immobilienbewertung maßgeblich sind. Alle baulichen Veränderungen oder rechtlichen Ereignisse an der Immobilie, die nach dem Qualitätsstichtag eintreten, dürfen im Immobiliengutachten nicht mehr berücksichtigt werden.
Was ist der Unterschied von Wertermittlungs- und Qualitätsstichtag?
Einfach gesagt bestimmt der Wertermittlungsstichtag die wirtschaftlichen Gegebenheiten auf dem Grundstücksmarkt und der Qualitätsstichtag den Zustand der Immobilie.
Warum gibt es überhaupt einen Stichtag bei der Immobilienwertermittlung?
Da sich der Immobilienmarkt durch Zinsentwicklungen, Inflation, Gesetzgebung sowie Angebot und Nachfrage kontinuierlich verändert, ist ein ermittelter Verkehrswert immer eine stichtagsbezogene Momentaufnahme.
Zudem beziehen sich rechtliche und steuerliche Verfahren fast immer auf ein konkretes Ereignis an einem bestimmten Tag in der Vergangenheit. Ohne einen fixierten Stichtag ließen sich finanzielle Ansprüche nicht fair oder rechtssicher berechnen.